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Filmanalyse - mehr sehen, besser verstehen

 

 

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Titel des Angebots:

Filmanalyse - mehr sehen, besser verstehen

Anhand unterschiedlicher Beispiele aus Werbung, Kurzfilm oder Spielfilm werden methodisch-didaktische Zugänge erprobt, Filmsprache und Montageformen einer genaueren Analyse unterzogen; Literatur und Film werden in kurzen Auszügen einander gegenüber gestellt. Filmpraktische Übungen mit Videokamera oder Fotoapparat, die sich ohne großen Aufwand im Kunst-, Sprach- oder Politikunterricht realisieren lassen, motivieren und sensibilisieren gleichermaßen.

 

Beschreibung und didaktische Gestaltung des Angebots

Filmanalyse ist Gegenstand der Lehrpläne in Deutsch und den Fremdsprachen. In Kunst sind z.B. Werbeanalysen geeignete Unterrichtsgegenstände („die Sprache der Bilder - Bildmedien in der Gesellschaft“). Filmanalyse verschafft dem Betrachtenden einen zusätzlichen Seh- und Versteh-Genuss.

Der Workshop ist konzipiert als Einführung in Begriffe und Methoden der Filmanalyse und richtet sich insbesondere an Deutsch-, Fremdsprachen- und Kunstlehrkräfte der Sek I und Sek II. Eine kurze praktische Einführung in die Filmsprache schärft den Blick für filmische Einstellungen, Kameraoptionen, Rhythmus und die damit verbundenen Wirkungen auf den Betrachtenden.

Anhand ausgewählter Filmausschnitte aus unterschiedlichen Genres werden wesentliche filmische Gestaltungsmittel und typische Montageformen herausgearbeitet und verglichen. Im Plenum und in Kleingruppen werden Detailbeobachtungen besprochen und unterschiedliche didaktisch-methodische Zugänge erprobt (z.B. Zusammenhang von Ton/Text und Bild; Vergleich von literarischem Text/Drehbuch und filmischer Umsetzung). Ausschnitte aus Filmklassikern geben Einblick in die Filmgeschichte und die sich wandelnden Erzählstrukturen im Kinofilm.

Im Allgemeinen sind Kurzfilme und Werbefilme geeignete Untersuchungsgegenstände, da hier filmische Botschaften, wie auch gesellschaftliche Normen und Werte in stark verdichteter Form dem Zuschauenden vermittelt werden. Gleichzeitig bleibt Zeit, den Film - falls notwendig - auch ein zweites oder drittes Mal (zumindest in Ausschnitten) anzusehen, um ihn detaillierter bezüglich Handlungsstruktur, Filmsprache, Charaktere, Werte, Normen, Botschaften zu analysieren. Nach vorheriger Absprache kann in Anlehnung an aktuelle Unterrichtsvorhaben auch eine einschlägige Literaturverfilmung (z.B. Effie Briest) einer exemplarischen, vergleichenden Analyse unterzogen werden.

In einem praktischen Aufgabenteil erproben die Teilnehmenden in der Kleingruppe selbständig mögliche Kameraoptionen (Einstellung, Perspektive, Bewegung) mit dem Camcorder, Fotoapparat oder Handy aus, indem sie eine kurze Handlungsvorgabe (z.B. „Duell“, „Augenblicke“ o.ä.) oder eine Text-Passage in Filmbilder übersetzen.

 

Konkrete Lernchancen

  • Filmanalyse in Ausschnitten
  • detaillierte Analyse eines Kurzfilms/Werbefilms
  • Methoden der Filmanalyse
  • Vergleich Literatur und Film
  • praktische Übungen zur Filmsprache

 

Methodische Gestaltung des Angebots

Vortrag - selbständige Gruppenarbeit - praktische Gestaltung - Evaluation

 

Fach/Fächer

Kunst, Sprachen, alle Fächer

 

Zielgruppe    

Lehrkräfte aus Sek I und Sek II (gemeinsame Teilnahme möglich)

 

Hinweis für Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Vergleichen Sie dazu auch das Angebot „Gedicht wird Film.“

 

Wolfgang Sterker, Christoph Heyd

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