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Männerbilder, Frauenbilder (Q2)

 

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Titel des Angebots:

Männerbilder, Frauenbilder (Q2)

Literatur, Film, Kunst und Medien (Werbung) tragen in hohem Maße dazu bei, unsere Vorstellungen von Geschlecht und Geschlechterbeziehungen zu formen. Welche „Spuren“ diese in vielfältiger künstlerischer Form konstruierten Bilder in der „Kulturgeschichte“ (KCGO Deutsch) hinterlassen haben, werden wir anhand ausgewählter Beispiele aus Literatur und Medien untersuchen. Auszüge aus dem Literaturkanon der Oberstufe von der Aufklärung bis zur Gegenwart, Beispiele aus der Filmgeschichte, ausgewählte Kunstwerke und Bilder aus der Werbung bieten das Anschauungsmaterial, auf dessen Grundlage wir uns kreativ (szenisch und schreibend) mit dem Thema auseinandersetzen werden. Die „gender-spezifischen Fragestellungen“, die das KCGO thematisiert, reflektieren wir bei unserer kreativen Forschungsreise auf der Grundlage der Thesen der Begründerin der Gendertheorie, Judith Butler, zur Konstruktion von Geschlecht: „doing gender“!

 

 

Beschreibung und didaktische Gestaltung des Angebots

Literatur, Kunst und Film können dazu beitragen, Geschlechterrollen-Stereotypen zu verstärken – aber auch dazu, die Einschränkungen und Beschädigungen eines Individuums durch diese Zuschreibungen deutlich werden zu lassen. Bestehende Sichtweisen auf gesellschaftlich normierte Rollen von Männern und Frauen werden dadurch kritisch hinterfragbar, vielleicht aufgebrochen und neue Perspektiven auf Frau- und/oder Mannsein scheinen auf. Wie bei Nora, die am Schluss des gleichnamigen Dramas von Ibsen nicht die Frage stellt, was sie in Zukunft als Frau ausmacht, sondern was „Mensch“ zu sein für sie bedeutet.

 

Wir stellen den Teilnehmenden dieses Workshops einen breiten Materialpool literarischer und künstlerisch-visueller Werke sowie Filmausschnitte zur Verfügung. Anhand ausgewählter Beispiele erproben sie ästhetische Zugänge mittels szenischer Lesungen, Standbildern und mit verschiedenen Schreibimpulsen. Sprach- und Beziehungsmuster, Sprech- und Körperhaltungen von Männern und Frauen aus Kunst und Literatur werden damit sichtbar und hörbar. Wir geben einen Einblick in die ästhetische Gestaltung von Männer- und Frauenbildern im Medium Film anhand von kurzen Ausschnitten aus Literaturverfilmungen (je nach Interesse Woyzeck, Effi Briest, Eyes wide shut (Traumnovelle) und – soweit die Zeit es erlaubt – aus der Werbung).

 

Konkrete Lernchancen

  • historisch vergleichende Interpretation von Männer- und Frauenbildern in Literatur, Kunstgeschichte und Film
  • ästhetische Zugangsweisen erproben: Standbilder stellen, szenisches Sprechen und Inszenieren, kreatives Schreiben
  • Filmsprache und deren Wirkung (kurz)

 

Methodische Gestaltung des Angebots

Vortrag – selbständige Gruppenarbeit – praktische Gestaltung – Evaluation

 

Fach / Fächer

Deutsch, Kunst und DS (Fächer übergreifend mit Deutsch)

 

Zielgruppe  

Lehrkräfte der Sekundarstufe II

 

 

Bettina Tonscheidt, Wolfgang Sterker

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