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Liebeslyrik aus verschiedenen Zeiten (E-Phase)

 

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Titel des Angebots:

Liebeslyrik aus verschiedenen Zeiten (E-Phase)

Lyrik kann eindringliche Bilder im Kopf erzeugen – zumal Liebeslyrik. Sie lädt in ihrer Verdichtung dazu ein, sie interpretierend zu visualisieren. Wie lassen sich Sprachbilder in Bildsprache übersetzen? Im Workshop erproben die Teilnehmenden „experimentelle Zugänge“ (KCGO), d.h. wir arbeiten mit kreativen Formen der Texterforschung und
-interpretation: ausgehend von performativen, szenischen Umsetzungen (gestaltender Vortrag und Standbilder z.B.) über die inszenierte Fotografie bis hin zu experimentellen Kurzfilmen. Mögliche Deutungsansätze werden thematisiert, individuelle Umsetzungsideen entwickelt und Gedichte mit Hilfe von Körper und Raum, Fotoapparat und/oder Video-kamera neu gelesen.

 

 

Beschreibung und didaktische Gestaltung des Angebots

Gedicht-Interpretationen stehen bei Schülerinnen und Schülern häufig nicht hoch im Kurs. Möglicherweise liegt die bestehende Abneigung weniger an den Gedichten selbst als an der Art, wie Gedichte im Unterricht häufig behandelt werden. Dieser Workshop ermutigt deshalb zum Experiment, zur intensiven kreativen Beschäftigung mit einem lyrischen Text und fördert gerade über die anvisierte kreative Eigenproduktion den Zugang zu und die Freude an Gedichten.

Anhand ausgewählter Gedichte aus der Literaturgeschichte vom Barock bis zur Gegenwart gehen wir zunächst der Frage nach, welche individuell unterschiedlichen Bilder und Vorstellungen die Texte in uns wecken. Standbilder, die auch als Mittel inszenierter Fotografie dienen können, und – je nach Neigung der Teilnehmenden – andere performative Formate verleihen dem lyrischen Ich und seinen Adressaten Sicht- und Hörbarkeit.

Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops ist – nach einer kurzen Einführung in die Filmsprache – die Erarbeitung eines Storyboards zu einem Gedicht Ihrer Wahl, das die Teilnehmenden in Kleingruppen – fotografisch oder filmisch – umzusetzen versuchen.

 

 

Konkrete Lernchancen

  • Gedichtinterpretation bzw. das Schreiben eigener Gedichte
  • Gegenüberstellung von Gedicht und Gedichtverfilmung
  • Formen der Gedichtverfilmung
  • Storyboard-Entwicklung und filmische Umsetzung
  • Filmsprache und Aufnahmetechnik (kurz)

 

Methodische Gestaltung des Angebots

Vortrag – selbständige Gruppenarbeit – praktische Gestaltung – Evaluation

 

Fach / Fächer

Deutsch, Kunst und DS (Fächer übergreifend mit Deutsch)

 

Zielgruppe  

Lehrkräfte der Sekundarstufe I und Sekundarstufe II (gemeinsame Teilnahme möglich)

 

Hinweis für Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Da die Zeit aufgrund der komplexen Thematik (Gedichtinterpretation, Vergleich, filmische Umsetzung, Filmschnitt) äußerst knapp bemessen ist, empfiehlt es sich, den WS als 1,5- oder 2-tägige Veranstaltung bzw. in Kombination mit „Video für alle“ zu buchen.

 

Bettina Tonscheidt, Wolfgang Sterker

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