Netzwerktreffen an der IGS Herder in Frankfurt am 29.04.2026
Am 29. April 2026 versammelten sich über 30 Lehrkräfte, Künstlerinnen und Vertreterinnen kultureller Institutionen in der Aula der IGS Herder, um gemeinsam das diesjährige Netzwerktreffen der Schulen mit besonderer Förderung der Darstellenden Künste zu gestalten. Die gastgebende Schule öffnete nicht nur ihre Türen, sondern auch ihre Bühne – und bot damit den idealen Rahmen für einen inspirierenden Nachmittag voller Austausch, künstlerischer Impulse und gelebter Theaterkultur.
Ein kraftvoller Auftakt: „Geld & Gold“
Zum Start präsentierte "Praxistag Theater" der IGS Herder ihr neues Stück „Geld & Gold“. 18 Schüler – allesamt Jungen – hatten sich über das Schuljahr hinweg intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und wurden dabei von Expertinnen und Experten aus der Praxis begleitet. Unter der Leitung von Theaterlehrkraft Marina Bock entstand eine beeindruckende Inszenierung, die das Publikum begeisterte.
Die Aufführung zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll es ist, künstlerische Fachkräfte von außen in schulische Prozesse einzubinden. Die Mischung aus Spielfreude, Ernsthaftigkeit und ästhetischer Klarheit machte „Geld & Gold“ zu einem Höhepunkt, der den Tag atmosphärisch stark eröffnete und das anschließende Netzwerken auf besondere Weise einleitete.
Markt der Möglichkeiten: Austausch, Begegnung, Inspiration
Im Anschluss füllte sich der Marktplatz mit Gesprächen, neuen Kontakten und lebendigem Austausch. Zahlreiche Institutionen waren vertreten. Genau diese Vielfalt macht das Netzwerk aus: Lehrkräfte, Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturinstitutionen kommen zusammen, um gemeinsam kulturelle Bildung im Bereich der Darstellenden Künste zu stärken und weiterzuentwickeln.
Drei Workshops – drei Perspektiven – ein gemeinsames Ziel
Nach dem Marktplatz teilten sich die Teilnehmenden auf drei Workshops auf, die praxisnah Einblicke in künstlerische Arbeitsweisen boten: Während „An der Kante von Zufall und Kontrolle“ erfahrbar machte, wie aus Bildern, Worten und Klängen kleine performative Miniaturen entstehen, zeigte „Mit jungen Menschen zeitgenössisches Theater sehen“, wie Gegenwartskunst im Unterricht lebendig werden kann und Schülerinnen und Schüler zu aktiven Zuschauenden werden. „Tanzspiele und Choreographieentwicklung“ vermittelte, wie sich Tanzunterricht spielerisch, strukturiert und kreativ gestalten lässt.

Gemeinsamer Abschluss – gemeinsamer Ausblick
Im abschließenden Plenum präsentierten die Gruppen kurze Einblicke in ihre Arbeit. So wurde für alle sichtbar, dass in den vergangenen zwei Stunden in den Räumen ein lebendiger, unmittelbarer Austausch, der die Vielfalt der Darstellenden Künste widerspiegelte, entstanden war.
Am Ende des Nachmittags war die Stimmung eindeutig: Solche Treffen tun gut. Sie schaffen Verbindung, Inspiration und Motivation für die tägliche Arbeit an den Schulen. Abschließende Sätze wie „Das Netzwerk in drei Worten: inspirierend – spannend – lohnend“ und ausgesprochene Erkenntnisse wie "Selber machen ist einfach super" bleiben besonders hängen.
Wir danken allen Beteiligten für diesen bereichernden Nachmittag und ganz besonders der IGS Herder für ihre herzliche Gastfreundschaft. Mit Vorfreude blicken wir auf das nächste Netzwerktreffen und darauf, gemeinsam die Theaterkultur an Hessens Schulen weiter zu stärken.

